Neulich hat sich Klara auf dem Schulhof ungefragt ins Gespräch mit ihren Mitschülerinnnen eingemischt; da sagte eine genervt: „Mensch Klara, du gibst überall deinen Senf dazu!“ Was bedeutet der Satz?

Die Redewendung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Damals war Senf etwas Wertvolles. Wenn bei einer Mahlzeit Senf dabei war, dachten die Leute, es sei ein besonderes Essen. Deshalb waren manche Gasthaus-Köche pfiffig: Sie gaben zu jedem bestellten Essen auch Senf dazu, damit die Mahlzeit kostbarer wirkte. Das Problem war nur, dass Senf nicht zu jedem Essen passte. Und so wie der Senf damals oft unpassend zum Essen serviert wurde, geben manchmal auch Menschen heute ihre Meinung ungefragt und unpassend zu einer Sache dazu. Deshalb nennt man das „seinen Senf dazugeben“.

In der Bibel kommt in Markus 4 auch Senf vor, aber auf nettere und bessere Art: Jesus erzählt von einem winzigen Senfkorn (ca. 1 mm), das ausgesät wird. Und obwohl daBildschirmfoto 2026-01-21 um 20.29.09.pngs Senfkorn so mini ist, wächst es zu einer (bis zu 2 Meter) hohen Pflanze, in der sogar Vögel wohnen können. Jesus will damit sagen, dass Gott die Macht hat, dass selbst aus kleinsten Mini-Anfängen richtig große Segens-Dinge entstehen können.

Witz

Gestern an der Würstchenbude:

„Eine Bratwurst, bitte!“
‚„Mit Senf?“
„Ja, bitte!“
„Auf die Hand?“
„Nein, auf die Wurst!“

Die Römer fanden Senf gut.

Sie nutzten ihn auch auf dem Kopf, weil er gut gegen Läuse und Haarausfall sein soll.

Frankreich hat einen extrem hohen Senfverbrauch, der bei 1 kg pro Person liegt und das Land 2022 in eine massive Senfkrise stürzte, da die heimische Ernte durch Dürre ausfiel.

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