Liebe Apis,
liebe Freunde im Ländle und darüber hinaus!
vor 40 Jahren prägte der damalige Arbeitsminister Norbert Blüm den Satz: „Die Rente ist sicher.“ Mit dieser Aussage wollte er Vertrauen in die gesetzliche Rente schaffen. Heute würde solch ein Satz keinen Applaus mehr finden. Alle spüren: Darauf kannst du dich nicht verlassen. Was damals unumstößlich schien, kommt heute gehörig ins Wanken.
Es ist nur ein Beispiel von vielen. Was ist heute noch sicher? Egal wohin wir schauen – das Klima, die Arbeitsplatzgarantien, die Friedensbemühungen – alles scheint brüchig zu werden.
Die Gewissheit kommt von außen
– von Gott selbst.
Wem kann man heute noch trauen, und was ist noch sicher?
Ein arabisches Sprichwort sagt: „Vertraue auf Gott, aber binde dein Kamel an.“ Wir sind es inzwischen gewohnt, dass wir unser Leben selbst in die Hand nehmen. Lieber Wärmepumpe als Fernwärme. Lieber Bargeld statt Kartenzahlung. Lieber Vertrag statt Handschlag. Sicherheit im Leben bedeutet: Das Kamel anbinden. Aber wie steht es mit dem Sterben aus?
Kann ich mein Kamel auch in der Ewigkeit anbinden? Ein kurzes Zögern, und dann komme ich zu dem Schluss: Nein. Zu oft habe ich gesehen und gehört, wie auch gläubigen Menschen auf dem Sterbebett ihr Kamel durchgebrannt ist. Wer sich auf sein eigenes Glaubensleben und Bekenntnis verlässt, kann nicht sicher sein. Nein, es braucht eine andere Gewissheit, eine andere Versicherung, die weder von mir noch von anderen Menschen abhängig ist.
Himmlische Verlässlichkeit
Römer 8 ist für mich die atemberaubende Mitte himmlischer Verlässlichkeit. Wenn Paulus von „ich bin gewiss“ spricht (V. 38), dann begründet er es nicht mit eigenen Erlebnissen, eigenen Vorkehrungen oder Einsichten. Dieses „gewiss“ beschreibt er in einer Zeitform des Perfekt Passiv. Man könnte es vielleicht auch so sagen: „Denn mir wurde die Gewissheit ohne mein Zutun überlassen.“ Daran hängt alles. Nicht mein Kamel, sondern sein Leiden am Kreuz. Nicht mein Seil, sondern sein Sieg gegen den Tod. Nicht mein Anbinden, sondern seine Zusage gilt: Du bist mein!
Die Gewissheit kommt von außen – von Gott selbst. Sie ist unumstößlich. Daran werden keine Umstände dieser Welt etwas ändern.
Für mich zählt das Kapitel 8 des Römerbriefes zu den Diamanten der biblischen Botschaft. Oft, sehr oft, lese ich dieses Kapitel. Ich halte dieses Siegel, diese Gewissheit in Händen: Nichts und niemand kann mich von dieser Liebe Gottes trennen – die sich in Jesus Christus findet. Sehen wir uns auf dem SCHÖ-Festival? Geheimtipp: Am Sonntag bei dem großen Bläserchor mitmachen, und ein Gratismittagessen bekommen (bitten über die Website anmelden).
Euer
Matthias Hanßmann