Liebe Apis,
liebe Freunde im Ländle und darüber hinaus!
Kurz vor den Sommerferien nochmals Fußball: Jenseits der Freuden- und Trauertränen der WM wird in Fußballdeutschland ein ganz anderes Thema diskutiert: Wie geht man mit Dauerkartenbesitzern um, die ihre Stadien nicht besuchen? 10 % aller Dauerkartenbesitzer halten sich den Platz warm – aber besuchen bis zu 50 % der Spiele nicht. Doch leere Sitzschalen sind Stimmungskiller. Deswegen entscheiden jetzt die großen Vereine: Lieber volle Hütten als regelmäßige Mitgliederbeiträge im „Sackerl“. Wer nicht kommt, dem wird gekündigt.
Wer zu uns kommt, soll
Jesus begegnen können.
No-Show?
Das Problem der „No-Show-Rate“ hätte ich mal gerne in unserer Kirche. Bei Spitzenspielen des FC Bayern stehen 10-mal so viele Ticketanfragen im Raum, wie tatsächlich ins Stadion gehen können. Bei uns bleiben inzwischen auch an Heiligabend nicht wenige Sitzplätze frei.
Wir würden von Erweckung, mindestens jedoch von einem geistlichen Aufbruch reden, wenn die Menschen sich um Sitzplätze rangeln müssten. Nur, der Vergleich hinkt gewaltig. Der Gottesdienst ist keine Show. Was bringt dann die Menschen in unsere Häuser?
Ein kleines biblisches Beispiel: In Kapernaum wären gerne 10-mal so viele Menschen im Haus, als es das Fassungsvermögen hergibt. Warum strömen die Menschen? Weil Jesus da ist. Bei ihm ist Heil und Heilung (Mk 2). Häuser, Kirchen und Tempel sind dafür da, dass Menschen eine Jesusbegegnung erfahren.
Sammlungs- und Begegnungsorte schaffen
Wir sind Sammlungs- und Begegnungsorte, Heimatgeber und Hoffnungsträger. Wer zu uns kommt, soll Jesus begegnen können.
Um nicht in die Falle der „No-Show-Rate“ zu tappen, sollten wir uns nicht mit vollen Stadien und begeisterten Fanmassen vergleichen. Statt die Fußballerfibel braucht es die Lebensbibel. Alles hängt von Gottes Wort und dem Wirken des Heiligen Geistes ab. Aufbruchstimmung beginnt mit einem Funken, mit der Begeisterung von wenigen. Es kann an deinem Ort beginnen. Kapernaums Aufbruch fand in einem Privathaus statt. Die Gemeinschaftsbewegung hat zuerst die Wohnzimmer freigeräumt, dann einen Saal gebaut. Warum nicht wieder so?
Weder die Kirche noch die Apis leben von ihren alten „Längenmaßen“ (gr. =„Stadien“). Wir tun klug daran, wenn wir hinschauen, wo und wie sich geistliches Leben neu auftut. Kirche bemisst sich nicht an der Anzahl der Sitzplätze, sondern am Orientierungspunkt suchender und findender Menschen: An Jesus selbst. Und diese Orte gibt es auch heute! Schaut mal:
Aufbruchstimmung
Euer
Matthias Hanßmann